Kölner Polizei nimmt Taschendiebe fest und warnt vor dreister Masche

In der Kölner Innenstadt haben Zivilfahnder zwei mutmaßliche Taschendiebe festgenommen, die einen perfiden Trick angewendet haben sollen. Die Polizei warnt aktuell vor der Masche.

Taschendiebe gefasst

In der Kölner Innenstadt haben Polizisten am Donnerstagnachmittag zwei mutmaßliche Taschendiebe festgenommen. Wie die Polizei Köln mitteilt, handelt es sich um zwei Männer im Alter von 28 und 30 Jahren. Die Zivilfahnder sicherten zuvor entwendetes Diebesgut.

Nach Angaben der Polizei waren die beiden aus Algerien stammenden Männer den Beamten bereits auf dem Weihnachtsmarkt am Neumarkt aufgefallen. Gegen 15:30 Uhr folgten die Fahnder den Verdächtigen in ein Café in der Neumarkt-Passage. Dort, so die Polizei, beobachteten sie, wie sich die Tatverdächtigen gezielt hinter eine Seniorin setzten, deren Jacke über der Stuhllehne hing.

Der 28-jährige Mann hatte seine Jacke unmittelbar neben der Jacke der Seniorin platziert und griff durch den Ärmel in die fremden Jackentaschen. Sein 30-jähriger Komplize, so die Beobachtung der Polizei, behielt währenddessen das Umfeld und das Personal im Blick. Kurz darauf suchten beide Tatverdächtigen die Garderobe des Cafés auf und nahmen dort zwei weitere Jacken an sich.

Einsatzkräfte stellten den 28-Jährigen und seinen 30-jährigen Komplizen anschließend im Bereich des Domvorplatzes. Eine der entwendeten Jacken hatte einer der Männer zu diesem Zeitpunkt noch getragen. Die Jacken konnten dem rechtmäßigen Eigentümer, einem Mitarbeiter des Cafés, zugeordnet werden, teilt die Polizei mit. Bei der Durchsuchung der Männer stellten die Beamten zudem mutmaßlich gefälschte Ausweisdokumente sowie weitere fremde, teils in Frankreich als gestohlen gemeldete Dokumente sicher.

Die beiden mutmaßlichen Taschendiebe, die sich nach Angaben der Polizei unerlaubt in Deutschland aufhielten, sollten noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die weiteren Ermittlungen führt das Kriminalkommissariat 73.

Die Polizei Köln warnt eindringlich vor der aktuellen Masche des "Jacke-an-Jacke-Tricks". Sie empfiehlt, Jacken in Cafés oder Restaurants nicht unbeaufsichtigt über Stuhllehnen hängen zu lassen. Wertsachen sollten möglichst körpernah getragen werden, und in belebten Lokalen ist besondere Aufmerksamkeit auf das Umfeld geboten.

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